Sonntag, 4. November 2012

Jugendfilmfestival für junge Amateure


Gebauer: "Dieses Filmfestival ist der totale Hammer"
"Abgedreht" feiert seine achte Auflage mit neun prämierten Filmen


WEINGARTEN Eigentlich hätten alle neun nominierten Filme einen Preis verdient, bis auf einen, den Schauspieler Ulrich Gebauer am Freitagabend aber nicht verriet. Er war als prominenter Gast zur Preisverleihung beim 8. "Abgedreht Jugendfilmfestival für junge Amateure" ins Kulturzentrum Linse gekommen. Auf Einladung des Veranstalters "muse e.V." mit Veronika Baum und Heidi Heist als Organisatorinnen. Stolz, froh und dankbar sei er, denn: "Dieses Filmfestival ist der totale Hammer!". 22 Filme sind von Kindern und Jugendlichen zwischen zwölf und 24 Jahren zum Thema "Geheimnis" eingereicht worden. Neun davon haben die beiden Jurys aus Erwachsenen und Schülern für die vier zu vergebenen Preise ausgewählt. Den Abend im voll besetzten großen Kinosaal hat Uli Boettcher moderiert, der die Lacher im Nu auf seiner Seite hatte.

Was die Filmbeiträge an Bandbreite boten, reichte vom Erzählerischen in "Opas Geheimnis", gedreht von 15- bis 17-jährigen Schülern der Abschlussklasse 9S vom Hör-Sprach-Zentrum in Wilhelmsdorf über "Spring, das Geheimnis des Erwachens" mit musikalisch aufgeladenen Naturaufnahmen des Kißleggers Nikolai Knoblauch bis zum wortspielerischen Strichfiguren-Streifen "Geh Heim Niss", aufgenommen von "Die Woodlaker" aus Bad Waldsee. Ein sprachlich ebenso irritierender Filmtitel ist mit "Watsindabox" drei 16-jährigen Frankfurter Schülern eingefallen. Ihre Darsteller sind Menschen, deren Körper in einem wahnwitzigen Zeitraffer comicartig durch die Landschaft flitzen. Wie machen sie das, könnte ihr Geheimnis sein.

Der 24-jährige Siegbacher Alexander Hampl von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Ravensburg verkörperte mit "Paul" den liebenswert hassenden Männertypus, der seine Lisa manchmal am liebsten ins Jenseits befördern würde. Ebenfalls von Studenten der DHBW inszeniert, flimmerte "Fassaden" über die Leinwand, eine Geschichte von Menschen, die in einem Fahrstuhl im Innern einer Hochhausfassade aufeinandertreffen.

"Ich bin kein Star und auch kein Stargast und das Wort Fan lehne ich ab", bezog Ulrich Gebauer im Gespräch mit Uli Boettcher Stellung. "Verehrer" sei ihm lieber, habe der Beruf der Schauspielerei doch ausschließlich mit Glück zu tun. In seinem Fall, nachdem er die Realschule in Ravensburg besucht und im Rutentheater die ersten Schritte gewagt hat, über die Vermittlung eines Dramaturgen vom Landestheater Tübingen an der Universität der Künste in Berlin zu landen. Weiter zum Vorsprechen ans "Schauspiel Stuttgart", um dort in dem damaligen Intendanten Claus Peymann einen Ziehvater zu finden. Irgendwann ein guter Schauspieler zu werden, steht ganz oben auf der Wunschliste des 1956 in Laufen geborenen weithin bekannten Darstellers.

Früh übt sich also - mit "Das Geheimnis und sein Lächeln" von fünf 15-jährigen Schülern der Wangener Johannes-Andreas-Rauch Realschule. An sie ging der Schulpreis, überreicht vom Weingartner Hauptamtsleiter Günter Staud. Was Wangener spontan auf Fragen nach ihren Geheimnissen antworten oder einfach nur lächeln, dokumentiert der Streifen.

"Die Muse u18 (12-18 Jahre)", gestiftet vom Kreisjugendring des Landkreises Ravensburg, ging an die Teilnehmer der BDK- Filmfreizeit im Kreis Ravensburg mit dem Beitrag "RIP - Rest in Pudding". Wie wird man einen scheinbar Toten los? Hierbei spielen die jungen Akteure virtuell die absurdesten Ideen durch bis hin zum farbbeutelspritzenden Splatter. Sie heimsten zugleich auch den Publikumspreis ein, ausgerichtet von der Filmcommision Bodensee-Oberschwaben. Den vierten vom Landratsamt Ravensburg gestifteten Preis, "Die Muse 18+ (19-24 Jahre)", erhielten vier Teilnehmer von der DHBW Ravensburg. In "Deine Geheimnisse gehören Dir" konterkarieren einzelne Szenen slapstickartig eingeblendete Botschaften wie "Ne, Facebook-Veranstaltung öffentlich gemacht?!". Nicht länger ein Geheimnis ist das Filmthema für 2013 - schlicht und einfach "Kurzschluss".


(Von Babette Caesar aus der "Schwäbischen Zeitung" vom 21.10.2012)



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