Dienstag, 26. November 2019

Warme Luft - alles andere als langweilig


 

Text von Mareike mit Unterstützung aus der Klasse

Kaum zu glauben, was wir, die Klasse 6c, am 05. November 2019 in der 5. und 6. Stunde erlebt haben!

Warm angezogen und mit unseren Lehrern, Frau Hösch, Frau Schwarza und Herrn Netzer im „Gepäck“ haben wir uns auf den Weg zur Wiese unterhalb unserer Schule aufgemacht.

 

Wir haben uns sehr auf diesen BNT-Unterricht zum Thema „LUFT“ gefreut. Denn Herr Schmid, Herr Wenzel und Herr Otto (alle Mitglieder des Vereins „Ballonfreunde Allgäu“) haben eine großartige Aktion mit einem Heißluftballon durchgeführt. Die Ballonfreunde wollten uns zeigen, was man alles mit heißer Luft in die Luft heben kann. (Justus)

Zum Glück hatten alle eine Einverständniserklärung für diese Aktion, die uns an diesem Tag erwartet hat. Auf der Wiese standen viele Autos und an einem hing ein Anhänger mit der Aufschrift: „Volksbank“. Uns war sofort klar: Da musste der Ballon drin sein.

Herr Schmid und seine zwei Helfer haben uns schon erwartet.

Nach einer kurzen Begrüßung und der Erklärung von wichtigen Sicherheitshinweisen ging es richtig los.

„Was passt alles in diesen Hänger? Wirklich ein ganzer Ballon mit allem Drum und Dran?“

Das hab ich mich in diesem Moment gefragt. Denn wenn bei uns zuhause ein Ballon landet, kommt er mir riesengroß vor.

Herr Schmid öffnete den stabilen Anhänger mit einer Art Flügeltür. Das Erste, was ich sah, war der riesige Ballonkorb. Dieser füllte fast den ganzen Hänger aus. Wahnsinn!

Sofort waren fünf „starke“ Jungs zur Stelle (aber die Mädchen hätten das auch geschafft) und haben mitgeholfen den Korb vom Hänger auf die Wiese zu legen. Die Stangen, an denen der Brenner angebracht ist, durften dann vier Mädchen in die Vorrichtung stecken.

Währenddessen haben die anderen Kinder den Sack mit der Ballonhülle aus dem Hänger gezogen. Der war schwerer als gedacht, die mussten ganz schön ran.

Mit dem Rausziehen war es aber noch nicht getan. Der Sack musste nämlich ca. 15 – 20 Meter vom Korb entfernt abgelegt werden.

Nachdem wir uns alle beim Sack versammelt hatten, haben ein paar Kinder den Ballon heraus in Richtung Ballonkorb gezogen. Wir packten ihn aus, natürlich nach den Anweisungen von Herrn Schmid. Er gab Justus keine Anweisungen, da er der Sohn von Herr Schmid ist und sich bestens auskennt. (Lukas J.)

Im Ballonkorb hat dann ein Helfer die Stahlseile an den Riemen am Ballonkorb angeschraubt. Und jetzt? Jetzt ging es erst richtig los. Ein großer Propeller wurde aufgestellt. Mit diesem wurde zunächst Luft in die Ballonhülle geblasen, so dass der Ballon eine Form bekommt.

Das war ohrenbetäubend laut, wir mussten uns fast anschreien. Zum Glück haben wir Abstand zum Propeller gehalten.

Bis zu diesem Moment war für mich noch nicht klar, was warme Luft schaffen kann.

Das erklärte sich nun. Ein weiterer Helfer hat im nächsten Schritt den Hebel am Brenner bewegt und sofort schoss eine Feuerflamme Richtung aufgeblasener Ballonhülle.

Nun wurde mit Hilfe eines starken Propangasbrenners die kalte Luft in der Ballonhülle erhitzt. Ein Ballon steigt erst, wenn die Temperatur in der Hülle ca. 80°C wärmer ist als die Außentemperatur. (Justus)

Der Ballon ging langsam nach oben, weil die warme Luft nach oben steigt und an die Oberseite des Ballons drückt. (Lukas J.) Am Ende stand der Korb auf der Wiese und darüber die Ballonhülle, die sage und schreibe 2600 Kubikmeter Volumen enthält.

Ob es jetzt losgeht? Steigt der Ballon in den Himmel? Nein, noch nicht, denn er war ja mit drei Seilen an drei Autos befestigt.

Ein Helfer machte noch einen kurzen Probeflug. Dann ging es los: Wir mussten uns zu dritt in einer Reihe aufstellen und weil ich vorne stand, durfte ich mit meinen Freunden einsteigen.

Über einen Tritt, welcher im Ballonkorb befestigt ist, konnten wir einsteigen. Ich war sehr aufgeregt. In meinem Bauch hatte ich ein komisches Kribbeln.

Endlich ging es nach oben, dafür stellte man den Gasbrenner an. Wir durften ca. 12m hochsteigen. Gerne wäre ich jetzt mit dem Ballon über Wangen gefahren, aber da ging es schon wieder abwärts. Hierfür wurde der Gasbrenner abgestellt, sofort sanken wir. Damit wir keinen Sturzflug machten, wurde der Gasbrenner immer wieder kurz angestellt.

Alle Kinder durften abwechselnd mit dem Ballon nach oben steigen, auch die Kinder, welche Höhenangst hatten haben es ausprobiert und allen hat es sehr gut gefallen. (Lukas D.)

Als in an die Reihe kam, hatte ich doch ein mulmiges Gefühl im Bauch.

In der Mitte einer Korbseite war ein quadratisches Stück frei. In dieses stellte ich meinen linken Fuß und habe mich mit beiden Händen an der Korboberseite festgehalten. Mit dem rechten Bein nahm ich Schwung und schwang mich auf den Rand des Korbes. Von dort hüpfte ich dann hinein. Im Korb angekommen fühlte ich mich dann ganz gut. Der Korb ging mir ungefähr bis unter die Brust. Ich fühlte mich geschützt wie ein Vogel in seinem Nest. Doch dieses Gefühl hielt nur kurz, denn dann lies der Ballonführer immer wieder im Feuer in den Ballon. Wir stiegen langsam nach oben. Umso höher wir gestiegen sind, umso ruhiger wurde ich. Insgesamt sind wir 12m hochgestiegen.

Wahnsinn! Das war echt ein irres Gefühl! Schade, dass wir die Seile nicht durchschneiden konnten. Ich wäre gerne noch ein Stückchen mit dem Ballon gefahren. Denn die Aussicht, die ich bei 12 m hatte, hat mich schon sehr beeindruckt. Wie wäre sie erst, wenn wir noch viel weiter oben wären.

Man dachte, die Menschen unter einem sind Playmobil-Menschen! (Stella und Nicolina).

Überrascht hat mich, dass es dort oben gar nicht kalt war. Als Ballonmitfahrer bekommt man auch was von der warmen Luft ab.

Alle Schüler und Lehrer haben sich getraut und sind in die Lüfte gestiegen.

 

Doch irgendwann muss auch die schönste BNT-Stunde enden. Und zum Schluss war klar, dass wir beim Einpacken genauso helfen wie beim Auspacken. Wenn in die Ballonhülle kein Feuer geblasen wird, dann senkt sich die Hülle langsam wieder zur Seite, dies wurde von uns Schülern unterstützt in dem wir gemeinsam an einem Seil, das oben am Ballon befestigt ist, gezogen haben, bis der Ballon auf der Wiese lag. Damit die Luft schneller rausgeht, wurde oben das Loch geöffnet.

Wir Schüler haben uns rechts und links vom Ballon aufgestellt und die Luft rausgedrückt indem wir aufeinander zugelaufen sind. Als die ganz Luft draußen war, wurde die Hülle zusammengerollt. Wir ließen die Luft  noch ganz raus, indem wir alle einen „BAUCHPLATSCHER“ auf den zusammengerollten Ballon machten (Finja). Einige Kinder hielten den Sack und andere haben die Ballonhülle dort hineingestopft. Der Sack wurde wieder Richtung Auto gezogen. Die Vorrichtung für den Brenner wurde abgebaut und alles in umgekehrter Reihenfolge in den Hänger gepackt.

Klappe zu!

Schon war es wieder vorbei.

Schade, dass ein Ballon mit allem Zubehör etwa 70 000 Euro kostet. Das ist für ein Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenk eindeutig zu viel.

Trotzdem waren es zwei schöne Unterrichtsstunden mit den Ballonfreunden Allgäu.

 

Danke Herr Schmid, Herr Wenzel und Herr Otto für das tolle Erlebnis!!!!!!!!!!!

 

 



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